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Demokratie, Monarchie, Diktatur… hä?

 


Die Begriffe „Demokratie“, „Monarchie“ und „Diktatur“ habt ihr ganz sicher schon einmal gehört. Doch was genau bedeuten sie und wo unterscheiden sie sich? Das wollen wir im folgenden Beitrag herausfinden.

 

Beginnen wir mit „Demokratie“. Was ist das?

Das Wort „Demokratie“ kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Worten „Demos“ (Wahlvolk) und „kratein“ (herrschen) zusammen. Es bedeutet also in etwa „Herrschaft des Volkes“.
Alle demokratischen Staaten haben Gemeinsamkeiten. Das Wahlrecht ist dabei einer der Grundpfeiler, ebenso wie die Auswahlmöglichkeit verschiedener Parteien. In einer Demokratie gibt es außerdem eine Verfassung und Gesetze. Also schriftlich festgehaltene politische und rechtliche Regeln. Die Verfassung ist dabei besonders wichtig, denn sie bildet die Grundlage für staatliches Handeln und regelt die Einrichtung und Ausübung politischer Herrschaft. In einer Verfassung finden sich etwa die Regeln dafür, wie ein Staat aufgebaut ist und wer Gesetze beschließen kann.
Zudem hat jede Demokratie die politische Macht auf das Parlament und die Regierung aufgeteilt. Zusätzlich gibt es unabhängige Gerichte, die das politische Geschehen kontrollieren. Das nennt man „Gewaltenteilung“. Hierbei wird zwischen drei Gewalten unterschieden:

 


1. Gesetzgebene Gewalt (Legislative). Hier werden Gesetze beschlossen. Dazu gehören das Parlament – also Nationalrat und Bundesrat – und die Landtage.

2. Ausführende Gewalt (Exekutive). Sie hat die Aufgabe, die Gesetze der Legislative umzusetzen. Hierzu gehören: Bundesregierung, Bundespräsident und alle Behörden des Bundes, also auch die Polizei und das Bundesheer.

3. Richterliche Gewalt (Judikative). Sie entscheidet in Streitfällen unabhängig und unparteiisch, ob etwas rechtens war oder nicht. Sie soll Gesetzen Wirkung verschaffen.

 

 


Die Teilung dieser Gewalten soll in erster Linie den Missbrauch einer politischen Macht verhindern. So kann beispielsweise der Bundespräsident oder der Bundeskanzler, zur Rechenschaft gezogen werden, wenn er selbst gegen das Gesetz verstößt. Während zum Beispiel in einer Diktatur der alleinige Herrscher eines Staates mit seinen Verbrechen meistens straffrei davonkommt.

Außerdem wichtig für eine Demokratie ist die Gleichberechtigung. Alle, ob arm oder reich, groß oder klein, religiös oder nicht, Mann oder Frau, schwarz oder weiß, haben in einer Demokratie die gleichen Rechte. Das bedeutet, dass sie sowohl aussprechen dürfen was sie wollen, als auch lesen, kaufen oder sich treffen können mit wem sie wollen.

 

Welche unterschiedliche Formen der Demokratie gibt es?

Grundsätzlich gibt es zwei Arten der Demokratie. Die indirekte und die direkte Demokratie. In einer indirekten Demokratie, welche auch hier in Österreich geführt wird, wählt das Volk seine Vertreter alle fünf Jahre bei der Nationalratswahl. Diese Vertreter nennt man Abgeordnete.
Ihr Sitz ist im Parlament, wo sie sich beraten und Gesetze beschließen.
In einer indirekten Demokratie wird außerdem zwischen parlamentarischer und präsidentieller Demokratie unterschieden. Anders als in Österreich, wird in den Vereinigten Staaten von Amerika beispielsweise eine präsidentielle Demokratie geführt. Hier werden Vertreter für den Kongress gewählt. In einer zweiten Wahl werden dann Stimmen an Wahlmänner abgegeben, die schließlich über den Präsidenten abstimmen.
In einer direkten Demokratie (Schweiz) kann das Volk unmittelbar über Beschlüsse des Nationalrates und wichtige Fragen für Gesellschaft entscheiden, welche in Österreich über Abgeordnete bestimmt werden.

 

Und was ist eine Diktatur?

Eine Diktatur ist kurz gesagt das Gegenteil einer Demokratie. Hier gilt nicht der Wille des Volkes und es ist auch nicht jeder Mensch frei, denn in einer Diktatur entscheidet eine einzelne Person (oder in manchen Fällen ein paar wenige Personen) die Regeln der Politik. Diese Person, Diktator genannt, kann man auch nicht einfach bei der nächsten Wahl abwählen, da sie für gewöhnlich ihre Position als Staatsoberhaupt ein Leben lang behält und im Zweifel auch Gewalt gegenüber der Bevölkerung anwendet, sollte sie sich gegen ihn zur Wehr setzen. Ein Diktator hat also meistens uneingeschränkte Macht und kann diese auch willkürlich einsetzen, ohne dabei von anderen unabhängigen Gerichten zur Rechenschaft gezogen werden zu können.
In Diktaturen ist es zum Beispiel üblich, dass Menschen eingesperrt oder sogar getötet werden, wenn sie sich negativ über die Regierung äußern oder Dinge in der Öffentlichkeit tun, die der Regierung nicht passen.

 

So etwas würde in Österreich nie passieren, oder?

Zwar ist Österreich heute ein sehr demokratischer Staat, allerdings war das nicht immer so. Von 1938 bis 1945 wurde Österreich von den Nationalsozialisten besetzt und unter Adolf Hitler als Diktatur geführt. Auch hier wurden Staatsfeinde verfolgt und das Recht auf freie Meinungsäußerung war sehr stark eingeschränkt.

 

Und was ist jetzt eine Monarchie?

Das Wort „Monarchie“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Alleinherrschaft“. Als Monarchie bezeichnet man eine Regierungsform, in der nur ein einzelner Mensch, der Monarch (meistens ein Adeliger wie z.B. ein König oder Kaiser) über das Land herrscht. Meistens wird der Monarch durch Erbfolge, also durch die Geburt, zum Herrscher. Diese Art nennt man Erbmonarchie. Es gibt aber auch die Möglichkeit, zum König gewählt zu werden, das ist dann eine Wahlmonarchie.
 

 

Gibt es mehrere Formen der Monarchie?

Das wohl bekannteste Bild einer Monarchie ist die absolute Monarchie. In dieser Form besitzt der Monarch die alleinige Staatsgewalt. Das bedeutet er ist alleiniger Herrscher eines Landes und kann die Regeln der Politik, wie in einer Diktatur, selbst bestimmen. Übt dieser Monarch seine Macht willkürlich aus und haltet seine eigenen Regeln dabei nicht ein, spricht man häufig von einer Tyrannis, was so viel wie „Herrschaft eines Tyrannen“ bedeutet.

Als konstitutionelle Monarchie bezeichnet man die Form, wo die Macht der Monarchen nicht mehr uneingeschränkt ist. Stattdessen wird sich durch eine Verfassung (Konstitution) begrenzt und geregelt. Die Regierung wird aber weiterhin vom Monarchen und nicht von einer Volksvertretung (wie es bei einer Demokratie der Fall ist) gelenkt, und er kann diese auch wieder absetzen.

Als Drittes gibt es noch die parlamentarische Monarchie. Hier hat der Monarch nicht die Möglichkeit, die Regierung abzusetzen. Außerdem hat er wenig Einfluss auf die Politik, da diese vom Parlament und der demokratisch gewählten Regierung geführt werden. Das bedeutet, dass der Monarch meist nur noch repräsentative Aufgaben erfüllt. Beispiele für diese Form der Monarchie wären in Europa Großbritannien, Belgien oder die Niederlande, außerhalb Europas unter anderem Australien, Kanada und Neuseeland.

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